Presse
01.07.2010, 18:00 Uhr | Offenbach-Post / Michael Prochnow
Fußballplatz als Übung für künftige Bauarbeiter

Sie sind willkommene Verstärkung des Helferteams beim Umbau der Sportplätze: 19 künftige Straßenbauer vom Bildungswerk Bau Frankfurt verlegten eine dreiwöchige praktische Ausbildung auf die Baustelle der Teutonia.
Von Michael Prochnow

Möglich machte das der Leiter des Zentrums, Joachim Buhro, langjähriges Mitglied des Fußballclubs Teutonia (FCT). Der Club hatte mit dem Bau für einen neuen Kunstrasenplatz sowie mit der Verlegung des Hauptfeldes begonnen. Die Lehrlinge im Alter zwischen 17 bis 23 Jahren haben die Plätze vermessen. Danach setzen sie 800 Meter Kantensteine. "Zudem gossen sie sechs Fundamente für Flutlichtmasten und legten 400 Quadratmeter Pflaster unter der Pergola am Vereinsheim", erläuterte Buhro.

Walter Bäcker, Vorsitzender der Teutonia, begrüßte zum ersten Spatenstich viel Prominenz. Bundestagsabgeordneter Peter Wichtel freute sich besonders, "dass dien Banken den Verein so gut begleiten". Doch, "ohne die Politik, Zuschüsse und die Bereitschaft der Mitglieder geht´s nicht".

Das Lob galt den Abteilungen, die von der Erneuerung der Rasenplätze wenig profitieren, dennoch das Projekt per Sonderabgabe über drei Jahre fördern. Das bestätigten vor dem offiziellen Akt die Abteilungsleiter Armin Flörke (Tennis), Joachim Assmuth (Jiu Jitsu) und Joachim Picard (Basketball). "Wir können uns auf unsere Aktiven verlassen", betonte Fußballer Thomas Klaffki.

An Spiele gegen seinen Verein, den TuS Froschhausen, auf dem Gelände mit "80 Prozent Gefälle, Wind und Aufstiegskamof" erinnerte Frank Lortz, Vizepräsident des Landtags aus Seligenstadt. Der CDU-Politiker kündigte an, er werde seinen goldenen Spaten mitgehen lassen" - gegen eine Spende.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi konnte gar Fußball-Praxis aus der Landesliga vorweisen und möchte auf dem neuen "WM-Platz Hausen" mit der Landtagself kicken. Bürgermeister Bernd Roth würdigte Beharrlichkeit und Mut des Vorstands. Der Verein werde für das Vorhaben 130.000 Euro von der Stadt erhalten - sobald das Geld von der Kommunalaufsicht freigegeben sei. Dieses Geld sei "gut angelegt", bestätigte Kreisbeigeordneter Carsten Müller, der "gut geführte Verein" übernehme Verantwortung. Für die Sparkasse Langen-Seligenstadt überreichte Wolfgang Seidel 2.000 Euro, für die Volksbank Maingau Wilhelm Redanz 1.500 Euro. Bauleiter Andreas Wiesenäcker lobte die Eigenleistung der Teutonen.


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